Ein kurzer Blick in die Kristallkugel - was kommt auf uns zu?

Was wir aus den Zukunftsprognosen erfahren, ist schon ganz schön unheimlich... nur ein paar Stichworte

  • künstliche Intelligenz, die lernen kann und die Menschen, die sie entwickelt haben, in einigen Gebieten bereits ausstechen kann (Schach, Backgammon, Go) und die die Hälfte aller „Handarbeits“-Plätze ersetzen sollen, Roboter, die besser diagnostizieren als Ärzte... Dadurch eine massive Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit. Aha!?
  • Data beats Opinion: es gibt keine Marktrecherche, die von Fachleuten ausgewertet wird, die sich „menschlich-analog“, also irgendwie nachvollziehbar für eine Strategie entscheiden, sondern es gibt eine konstante Interaktion von Daten zwischen Nachfrager und Anbieter. Die Kunden erzeugen durch ihre Bewegungen im Netz ihr Profil, das „ungeprüft vom Menschen“ vollautomatisch einfließt in die Gestaltung der Produkt- und Dienstleistungsportfolien der Unternehmen, die uns Kunden dann wieder zurückspielen, dass wir genau das wollen, was wir passend zu unserem Profil als Werbung vorgesetzt bekommen.... holla, die Waldfee! Da wird einem „aufgeklärten Verbraucher mit dem Recht auf freie Auswahl“ ganz schön schwindelig.

Dieses Umfeld wird unser Sicherheitsbedürfnis in Zukunft also nicht unbedingt besser zufrieden stellen, wenn wir uns nicht willenlos diesem Automatismus ergeben. Das Einzige, was uns Sicherheit geben kann, ist ein guter Kontakt mit uns selbst. Nur in uns können wir Halt und Orientierung finden und dann auch anderen vermitteln. Wenn wir uns weiter an Vorgaben und Erwartungshaltungen anderer orientieren, werden wir (uns) verlieren. Die gute, alte Nachkriegsdevise: „du kannst alles erreichen, wenn du nur lange und hart genug dafür kämpfst“ hat ausgedient in einer Welt, die der Selbstausbeutung von Menschen jede Gelegenheit, aber keinen Einhalt bietet.

 

Schon diese „alte Welt“ hielt genug bereit, um viele in den Burnout zu führen, weil sie ihre Grenzen nicht kannten und nicht spürten, wann es genug ist. Diejenigen, die in Zukunft die Unternehmenswelt in Führungsrollen gestalten wollen, müssen Könner darin sein, wie sie immer wieder zu sich finden können, eine verlässliche Verbindung mit dem eigenen „Frühwarn- und Wohlfühlsystem“ schaffen. Und mit einem guten Blick für andere als Individuen, aber auch für die Gestaltung eines guten Miteinanders. Ein Gefühl für das „Wir“, für Gruppendynamik, für die „Druckpunkte“ und Neigungen der KollegInnen, Ehrlichkeit mit sich selbst und anderen und die Antwort auf die Sinnfrage eines Unternehmens. Und das ist gar nicht einfach.

 

Ein Ort, um dieses Können zu entwickeln ist die Meisterklasse. Kleine, feine Runden von Menschen, die sich in der Hafencity Hamburg auf den Weg machen, sich selber zu entwickeln, ihre Grenzen auszuloten, zu verstehen, was die Digitale Transformation für ihr eigenes Geschäft bedeutet und mutig auszuprobieren, wie sie ihr eigenes Geschäftsmodell auf eine Weise kreativ zerstören, dass es zukunftsfähig ist. Und die dabei noch die Menschen mitnehmen, die sich ihnen anvertrauen.

 

 

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